Strategische Schlagfertigkeit

Nie war sie so wertvoll wie heute!

Die Prognosen sind düster. Die Weltwirtschaft befindet sich in einer tiefen Rezession. In allen Unternehmen, mit denen ich zu tun habe, werden Pläne geschmiedet, wie Kosten gespart und Liquidität gesichert werden kann. Es scheint, als ob in einer Krise wie dieser langfristige Strategien über Bord geworfen werden (müssen). Nur der nächste Monat, das nächste Quartal zählt. Und angesichts der vielfältigen Herausforderungen im eigenen Haus mag vermutlich auch Mancher die Botschaft von der „Krise als Chance“ schon nicht mehr hören. Aber: Eine richtige Botschaft wird auch durch ständige Wiederholung nicht falsch. Worin liegen also die Chancen der aktuellen Krise? Sie liegen vor allem in drei Feldern:

1. Marktbereinigung
2. Signalverstärkung
3. Förderung der Veränderungsbereitschaft

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Lernen von Muhammad Ali
Chancen bietet die Krise viele, doch ob sie auch genutzt werden, hängt nicht zuletzt von der strategischen Schlagfertigkeit des Unternehmens ab. Der legendäre Boxer Muhammad Ali wurde berühmt und erfolgreich durch die Fähigkeit, seinen Kampfstil sehr variabel auf den jeweiligen Gegner und die Umstände des Kampfes anzupassen. Auf Unternehmen übertragen bedeutet strategische Schlagfertigkeit die Fähigkeit, für die jeweilige Wettbewerbssituation eine Strategie parat zu haben und diese auch einzusetzen. Nie war diese Schlagfertigkeit so wertvoll wie heute: Gerade jetzt gilt es, innovativ zu sein, Vorgehensweisen umzustellen und auch unpopuläre Maßnahmen zu ergreifen. Dabei sollte man aber „das Kind nicht mit dem Bade ausschütten“. Strategisch zu agieren heißt, jene Stellen im Unternehmen zu identifi¬zieren, an denen Kostensenkungen kurzfristig viel bringen und langfristig so wenig Potenzial wie möglich rauben.

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Ohne Vertrauen geht es nicht
Letztlich bedeutet Krise vor allem eines: Vertrauensverlust. Strategisches Verhalten setzt also nicht zuletzt auf Glaubwürdigkeit. Wenn die Mitarbeiter den Eindruck haben, dass der Verweis auf die Krise nur von Managementfehlern der Vergangen¬heit ablenken soll, werden sie den Kurs des Unternehmens nicht mittragen. Stattdessen braucht es eine feste Wertebasis, die jedem die Gewissheit gibt, dass das Unmögliche angestrebt, das Notwendige getan und das Machbare erreicht wird. Schlagkraft kann man nur entwickeln, wenn Führungskräfte und Mitarbeiter die Strategieanpassung mittragen. Wer seine Mitarbeiter hinter sich weiß, geht proaktiv mit Krisen um, anstatt in puren Aktionismus zu verfallen. Die Empfehlung an alle Strategieverantwortlichen kann daher nur lauten: „Erkennt die Zeichen der Zeit und handelt mit Bedacht!“

Den vollständigen Text finden Sie in Ausgabe 2/2009 von „The Performance Architect“.

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