Augen auf und durch!
Die Lage realistisch einschätzen
„100 Meter geradeaus, dann den Hang hinauf, oben weiter bis zur Lichtung.“ Orientierungsläufer planen ihre Route sehr genau. Denn auf ihrem Weg durch Wald und Feld müssen sie markierte Posten mit Karte und Kompass zügig aufsuchen, um möglichst schnell im Ziel zu sein. Doch vor der Planung steht für die Sportler die Analyse: Welche Herausforderungen bietet die Strecke? Wie fit bin ich? Und wie gut sind meine Mitstreiter? Wer einfach nur losläuft, hat schon verloren.
Das sollten auch Unternehmen beherzigen. Denn wir befinden uns in der schärfsten Rezession der letzten Jahrzehnte, doch zahlreiche Führungskräfte unterschätzen noch deren Tragweite für das eigene Unternehmen. Dies belegt die Benchmarking-Studie „Navigator“ von Horváth & Partners. „Viele der Befragten erwarten, dass vor allem der Wettbewerb von den Auswirkungen der Krise betroffen ist, das eigene Unternehmen aber weniger“, fasst Studienleiter Jens Ekopf das zentrale Ergebnis der Befragung zusammen.
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Herausforderungen differenziert angehen
So wie es für jeden Orientierungsläufer darauf ankommt, die individuell beste Route über Stock und Stein einzuschlagen, müssen Unternehmen das schwergängige Terrain der Krise auf einem Weg überwinden, der ihrer aktuellen Position und ihren weiteren Möglichkeiten entspricht. Jens Ekopf: „Wie die Studie belegt, sind zwar alle Branchen von der Krise betroffen, jedoch auf unterschiedliche Weise.“ Jedes Unternehmen muss also situationsgerecht handeln. Dazu lassen sich die maßgeblichen Branchen auf Basis der Studienergebnisse den typischen Krisenphasen Abschwung, Konsolidierung und Aufschwung zuordnen. So ergeben sich drei Cluster mit spezifischen Herausforderungen und Handlungsempfehlungen.
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Alle Chancen nutzen
Ein heftiger Zwischenspurt über eine Etappe lässt auch dem besten Läufer die Puste ausgehen. Zum Erfolg führt nur das optimale Handeln entlang der ganzen Strecke. Das gilt auch für den Weg durch die Krise. Denn die Unternehmen sind von ihr zwar unterschiedlich stark betroffen, doch die Topographie des Krisenverlaufs bleibt für alle gleich. Grundsätzlich muss jedes Unternehmen liquide sein und erfolgreich wirtschaften, flexibel handeln und sich vorausschauend positionieren. Jens Ekopf: „In welcher Phase Unternehmen auch immer sind – nur wenn sie stets alle Chancen nutzen, bleiben sie sicher im Rennen.“
Den vollständigen Text finden Sie in Ausgabe 2/2009 von „The Performance Architect“.
Außerdem in der Rubrik „Fokus“:
- „Klare Fakten führen weiter“ – Interview mit Dr. Christof Schimank und Jens Ekopf (Horváth & Partners)
- „Die unterschätzte Krise“ – Ergebnisse der Benchmarking-Studie „Navigator“

